Gastbeitrag von Rüdiger Christ
Gerade in der Vorfrühlingszeit, wenn die Natur langsam erwacht und die klare Luft weite Blicke über die Landschaft ermöglicht, bietet sich rund um das Rhönschnitzerdorf Empfertshausen ein besonders reizvoller Weg für einen ausgedehnten Spaziergang an.
Die Region liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und gehört damit zu einer der wertvollen Kulturlandschaften Deutschlands, in der Natur, traditionelle Nutzung und sanfter Tourismus in besonderer Weise miteinander verbunden sind.
Als Ausgangspunkt eignet sich sowohl die Sporthalle an der Andenhäuser Straße als auch das Ortszentrum gegenüber der Kirche.
Von hier aus führt der Rodweg hinaus in die offene Landschaft und leitet Wanderer auf eine abwechslungsreiche Strecke, die Naturerlebnis und Holzkunst auf besondere Weise miteinander verbindet.
Die Tour ist Teil der beliebten „Rhöner Holzkunstrouten“, die Besucher zu verschiedenen Kunstwerken und Stationen der traditionellen Holzbildhauerei führen.
Entlang des Weges entdecken Spaziergänger mehrere der bekannten „Rhöner Spruchtafeln“, die mit ihren humorvollen oder nachdenklichen Weisheiten zum Innehalten einladen. Ergänzt werden sie durch interessante Holzskulpturen, die die handwerkliche Tradition der Region sichtbar machen.
Mehrere überdachte Rastplätze und Sonnenliegebänke bieten unterwegs Gelegenheit, eine Pause einzulegen und die Ruhe der Landschaft zu genießen. Von hier eröffnet sich ein weiter Blick über das Obere Feldatal.
In der Ferne sind neben dem Rhönschnitzerdorf Empfertshausen auch die Orte Zella/Rhön, Neidhartshausen, Brunnhartshausen und Föhlritz zu erkennen.
Ein neuer Höhepunkt entlang des Weges ist ein Platz, der schon von weitem ins Auge fällt. Drei hoch aufragende Pferdeköpfe aus Holz prägen diesen besonderen Ort.
Das beeindruckende Kunstwerk entstand im Rahmen des 24. Holzbildhauersymposiums in Empfertshausen im Jahr 2025 und wurde vom Künstlerehepaar Ronny Denner und Elena Denner geschaffen.
Das Symposium stand unter dem Motto „Ein Pferd für Empfertshausen“ und bildete zugleich den künstlerischen Höhepunkt zweier bedeutender Jubiläen: der 1200-jährigen Ortsgeschichte sowie des 25-jährigen Bestehens des Rhöner Holzbildhauervereins e. V. Damit steht das Kunstwerk nicht nur für kreative Holzbildhauerei, sondern auch für die lebendige Tradition des Schnitzhandwerks im Ort.
Der neu gestaltete Platz rund um die Skulptur lädt Wanderer aller Generationen zum Verweilen ein. Mit Schaukeln, einer Sitzgruppe und einer Sonnenliegebank bietet er einen idealen Rastpunkt für große und kleine Besucher.
Während Kinder spielen, können Erwachsene die besondere Atmosphäre, die Kunstwerke und den weiten Blick über die Rhöner Landschaft genießen.
So verbindet dieser Spazierweg auf eindrucksvolle Weise Natur, Kultur und regionale Geschichte, ein lohnendes Ziel für alle, die die Rhön in ihrer stillen und zugleich kreativen Vielfalt erleben möchten.




















